In Folge 4 des Gate7-Podcasts spreche ich mit Tanja Ney. Tanja ist Speakerin und Bloggerin mit Leidenschaft fürs Reisen. Im Sommer 2016 hat sie Island auf dem Fahrrad umrundet. Über 1200 Kilometer im Sattel, ein Kampf gegen Sturm und Regen – und das, obwohl sie vorher daheim in Köln nur auf einem klapprigen Hollandrad unterwegs gewesen war.

„Nach Island fliegst du nicht, wenn du fixe Pläne hast. Island hat seine eigenen Pläne mit dir.“

In diesem Interview erfährst du, wie man einen Reisetraum wahr machen kann. Ein mutmachender Tritt in den Hintern, der einen aus der eigenen Komfortzone kickt. Genau das ist Tanjas Motto:

„Ich möchte Menschen inspieren das zu tun, was sie schon immer einmal machen wollten.“

Ihre Radtour um Island herum ist dafür ein gutes Beispiel: aus dem Stand in den Sattel. Und das, obwohl Freunde und Familie laute Zweifel hatten. Doch Tanjas Neugier war größer. Sie hat sich auf ihre innere Stimme verlassen und an ihren Traum geglaubt – „jemand der losgeht, kann nicht scheitern“:

„Machen. Ausprobieren. Die Grenzen liegen nicht da, wo andere sie ziehen.“

Bereut hat sie ihren Schrittt nicht – im Gegenteil. Die Tour durch Island bezeichnet sie als „eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben“.

An Island fasziniert sie die abwechslungsreiche Natur und die enorme Weite. Sie glaubt, dass der Raum auch Auswirkung auf den Charakter der Menschen hat: „Die Isländer sind sehr offen. Man hat den Raum genauso weit zu denken, wie das Land ist.“

Aktuell ist Tanja auf Deutschland-Tour und erzählt von ihrer Island-Tour. Keine klassische Diashow mit einem Abriss von geografischen Fakten, sondern „ein Vortrag mit Ecken und Kanten“. Tanja geht es um die unperfekten Momente, um Storytelling. Sie möchte die Zuhörer unterhaltsam mit auf die Reise nehmen – und dabei Lust auf Abenteuer zu schüren.

Fotografie

„Island ist so unglaublich schön, dass man Instagram gar nicht braucht, um die Fotos noch einmal mit einem Filter zu überziehen.

Für mich ist Fotografie wichtig, weil ich das Material für meine Vorträge brauche. Als persönliche Erinnerungsstücke besitzen die Fotos keinen so großen Wert. Ich habe gemerkt, dass ich später nur noch sehr selten mal in alten Bildern stöbere.

Unterwegs habe ich viele Menschen getroffen, die mit Bussen unterwegs waren. An schönen Orten hielten sie für 30 Minuten und haben dann versucht, das bestemögliche Foto zu machen – dann ging’s weiter und ich habe mir gedacht: Wir Menschen sind schon verrückt, warum machen wir das? Warum genießen wir nicht einfach den Ort, sondern müssen ein Foto machen, um es später einem Menschen zu zeigen, der die Atmosphäre gar nicht gerspürt hat. Dabei habe ich mich aber dabei ertappt, dass ich selbst auch sehr viele Fotos gemacht habe. Trotzdem lohnt es sich, einmal kritisch zu hinterfragen, von was man alles Fotos macht und vor allem warum?

Shownotes

Tanja-Ney.de: Blog über ungewöhnliches Leben und Arbeiten jenseits des 9/5

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Tourdaten

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