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York Hovest: Helden der Meere – Unterwegs mit den Hütern der Ozeane

Helden der Meere: In seinem aktuellen Buch berichtet York Hovest von seinen Begegnungen mit Menschen, die sich für den Schutz der Ozeane einsetzen.
"Helden der Meere": In seinem aktuellen Buch berichtet York Hovest von seinen Begegnungen mit Menschen, die sich für den Schutz der Ozeane einsetzen. Photo © York Hovest

Das Thema Umweltschutz ist aktueller denn je. Das jetzt etwas passieren muss, um die Zerstörung unseres Lebensraums zu stoppen, hat fast jeder verstanden. Doch wie sieht der Kampf gegen die Ausbeutung unseres Planeten konkret aus? Das zeigt York Hovest in seinem Buch „Helden der Meere“. Darin stellt er Menschen vor, die sich auf verschiedene Art um den Schutz der Ozeane kümmern.

„Das darf doch nicht wahr sein! Was haben wir dem Planeten angetan?“

York Hovest

Für seine Recherchen ist York Hovest mehrfach um die Welt gereist. Er hat Menschen besucht, die sich dem Schutz der Meere verschrieben haben. Er berichtet von ebenso kreativen wie faszinierenden Erfindungen, mit denen die Zerstörung dieses einzigartigen Lebensraums gestoppt werden soll.

Der Auslöser für dieses Projekt liegt weit zurück:

„Als kleiner Junge lief ich im Familienurlaub am Strand herum und fand damals schon Plastik oder Müll. Meine Eltern scheuchten mich dann immer von den angeschwemmten Dingen weg. Ich sollte bloß nichts Verschmutztes anfassen.“

Diese Bilder brannten sich in seinen Kopf ein. Heute ist York selbst Vater und möchte weiterhin Urlaub am Meer machen: „Ich liebe das Wasser. Doch wenn man sich umschaut, dann denkt man: ‚Das darf doch nicht wahr sein! Was haben wir dem Planeten angetan?‘ Und wenn ich darüber nachdenke, dass ich vielleicht sogar schon ein paar Paradiese unserer Welt in jungen Jahren erleben durfte, die es so heute für künftige Generationen nicht mehr gibt, dann werde ich richtig sauer.“

Der Unmut über den Raubbau an der Natur trieb den Dokumentarfotografen an, sich auf die Reise zu machen. Nach seinen umfangreichen Projekten „Hundert Tage Tibet“ und „Hundert Tage Amazonas“ zog er aus, um den Helden der Meere über die Schulter zu schauen. Menschen, die sich entschlossen haben, aktiv zu werden, statt nur still dazusitzen.

York sagt: „Ich habe noch keinen Menschen auf der Welt erlebt, dem die Ozeane egal sind. Das Thema geht uns alle.“

An Problembewusstsein mangelt es nicht, betont York – „aber keiner weiß so richtig, was zu tun ist.“ Darauf, dass sich die Politik auf globaler Ebene aufmacht, den Umweltschutz wirkungsvoll anzugehen, könne man nicht warten. Der Anschub muss von jedem Einzelnen ausgehen: „Jeder muss jetzt irgendetwas machen.“

So sei auch der Titel des Buches entstanden – „Helden der Meere“: „Damit meine ich nicht mich. Ich meine die Menschen, die aus Eigeninitiative heraus eine Lösung entwickelt haben.“ Die Hoffnung ist, dass sich andere Menschen von den Beispielen inspirieren lassen: „Es fängt bei uns selbst an. Ich möchte mit dem Projekt eine Bewegung in Gang setzen – einen Trend durch Aufklärung.“

Was alles möglich ist, dafür liefert „Helden der Meere“*, erschienen bei teNeues, 50 Euro, einen wunderbaren Überblick.

Mit opulenten Bildern zeigt York die Schönheit der Meere und ihrer Bewohner – und macht damit gleichzeitig klar, was auf dem Spiel steht.

Es geht ihm darum, Bewusstsein und Aufmerksamkeit für die Verletzlichkeit der Umwelt zu erzeugen.

Er zeigt die Arbeit von Wissenschaftlern, Aktivisten und Visionären, die Projekte entwickelt haben, wie die Zerstörung der Ozeane gestoppt werden kann.

Ob Überfischung, Verschmutzung durch Plastik, Jagd auf bedrohte Arten oder das Steigen des Meeresspiegelanstieg durch Klimawandel – die Herausforderungen sind gewaltig.

Die von menschlicher Gier getriebene Zerstörung der Natur muss gestoppt werden – das fordert auch der Dalai Lama in seinem Vorwort zum Buch: „Ungezügeltes Streben nach mehr Erfolg führt zur Zerstörung unserer Umwelt. Unsere Ozeane und ihr sich verschlechternder Zustand sind ein Spiegel unseres Verhaltens. Wenn wir keine Maßnahmen ergreifen, wird dies wahrscheinlich beispiellose Konsequenzen haben.“

„Helden der Meere“: Zu Besuch bei den Hütern der Ozeane

Vom Model zum investigativen Fotografen: York Hovest setzt sich in seinen Projekten für den Schutz bedrohter Kulturen und der Umwelt ein. Auslöser für seinen Karrierewechsel war ein Treffen mit dem Dalai Lama. In seinem aktuellen Projekt "Helden der Meere" dokumentiert der National Geographic Fotograf Menschen, die sich für die Rettung der Ozeane engagieren.
Bereit zum Tauchen: Fotograf York Hovest hat sich angeschaut, was Menschen weltweit zum Schutz der Ozeane tun. Photo © Alejandra Potter Gimeno
Vom Model zum investigativen Fotografen: York Hovest setzt sich in seinen Projekten für den Schutz bedrohter Kulturen und der Umwelt ein. Auslöser für seinen Karrierewechsel war ein Treffen mit dem Dalai Lama. In seinem aktuellen Projekt "Helden der Meere" dokumentiert der National Geographic Fotograf Menschen, die sich für die Rettung der Ozeane engagieren.
„Bob Barker“: Der ehemalige Walfänger mit dem aufgemalten Haifischmaul patrouilliert heute im Kampf gegen illegale Fischerei. Photo @ York Hovest
Vom Model zum investigativen Fotografen: York Hovest setzt sich in seinen Projekten für den Schutz bedrohter Kulturen und der Umwelt ein. Auslöser für seinen Karrierewechsel war ein Treffen mit dem Dalai Lama. In seinem aktuellen Projekt "Helden der Meere" dokumentiert der National Geographic Fotograf Menschen, die sich für die Rettung der Ozeane engagieren.
Ein Thunfisch hat sich in den engen Maschen eines riesigen Netzes verfangen. Photo @ York Hovest

Über den Autor

York Hovest reist als investigativer Fotograf u.a. für National Geographic um die Welt. Im Mittelpunkt seiner Projekte stehen die Schönheit und Fragilität der Natur.

Zuvor hatte der 1978 in Wesel am Niederrhein geborene Fotojournalist als Elektroniker, Model und Modefotograf gearbeitet.

York ist Autor der Bücher „Hundert Tage Tibet“* und „Hundert Tage Amazonien“* und „Helden der Meere“*.

Weitere Informationen über „Helden der Meere“.

Folge York auf Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn.

Interview mit York Hovest im GATE7-Podcast

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