Marco Larousse

Die Poesie des Zufalls

Marco Larousse

Den Alltag in ungestellten Bilder darzustellen und für kommende Generationen zu erhalten: Darin liegt für Marco Larousse der Reiz der Streetfotografie. Oder wie er es nennt: „Die Poesie des Zufalls“

Themen

Darum geht es in dieser Folge

Interview mit Marco Larousse

Marco kommt wie ich auch aus Hamburg und ist schon eine ganze Weile auf meinem Radar. Umso mehr freue ich mich, dass es jetzt geklappt hat und ich ihn als Gast in meiner Show begrüßen durfte.

 

Marco arbeitet zwar auch als Fotojournalist und Dokumentarfotograf. Seine große Leidenschaft gehört aber der Streetfotografie. Seine mehr als 30-jährige Erfahrung gibt er heute auch in Workshops und Einzelcoachings weiter.

 

Mit der Zeit hat Marco einen ganz eigenen, wiedererkennbaren Stil entwickelt. Als visueller Storyteller ist es ihm wichtig, dass seine Bilder eine Geschichte erzählen und für sich stehen. Welche das ist, mag von Betrachter zu Betrachter variieren.

 

Der Reiz liegt darin, Momente einzufangen, die über die Bildränder weiterleben und sprechen. Marco fotografiert fast ausschließlich in schwarz-weiß, achtet auf aufgeräumte Kompositionen und baut gerne grafische Elemente ein. Das alles führt zu einer Ästhetik, die stark in den Fine Art Bereich geht. Marco legt großen Wert darauf, wie wichtig es ist, zeitgenössische visuelle Erinnerungen für zukünftige Generationen zu erhalten. Einzigartige und ungestellte Momente festzuhalten, um unseren modernen Alltag zu dokumentieren, ist eine Herausforderung, die ihn jeden Tag aufs Neue motiviert. Sein Stil wurde durch die Arbeit von Mary Ellen Mark geprägt, die sich ihren Motiven mit viel Empathie und Respekt näherte.

 

Marco hat sich zum Ziel gesetzt, ein positives Bewusstsein für die wichtige Kunstform der Street- und Dokumentarfotografie zu schaffen, indem er den heutigen Alltag für zukünftige Generationen in einer Welt dokumentiert, in der Kameras in der Öffentlichkeit zunehmend als Bedrohung wahrgenommen werden.

 

Als Medium dienen ihm dazu nicht zu Bilder, sondern auch Worte. So ist er Co-Autor des jüngst erschienen Buches „Streetfotografie Made in Germany“, das bereits mehrfach Thema in meinem Podcast war.

 

Apropos Podcast: Marco ist seit Jahren als erfolgreicher Podcast-Host unterwegs. Zunächst moderierte er mehrere Shows für das Photofocus-Netzwerk. 2017 gründete er dann mit PPN – Photo Podcast Network – sein eigenes Netzwerk. Da Marcos Podcast auf Englisch ist, ist er im Ausland vielleicht sogar noch ein bisschen bekannter als in Deutschland. So meinte er am Anfang des Gesprächs auch: „Schön, mal in einem deutschen Podcast zu Gast zu sein.“ Bisher war das erst ein Mal der Fall. Und zwar im „Fotophonie-Podcast“ von Dieter Bethke und Frank Fischer, den ich übrigens auch sehr empfehlen kann.

 

In diesem Interview spreche ich mit Marco über die Kunst des Sehens – besonders über die Fähigkeit, die gewohnte Umgebung immer wieder mit anderen Augen zu sehen.

 

Außerdem geht es um die Bedeutung von Empathie und Einfühlungsvermögen in der Fotografie sowie die Frage, welche Rolle der Zufall spielt, wenn man mit der Kamera unterwegs ist auf der Suche nach spannenden Motiven und wie man der Entfaltung der „Poesie des Zufalls“, wie Marco es nennt, auf die Sprünge helfen kann.

 

Es ist ein sehr ausführliches Gespräch geworden – wie so häufig in meinem Podcast. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass es sich lohnt, bis zum Ende dabeizubleiben.

Q&A mit Marco Larousse

„The why should always proceed the How.“

„Road To Seeing“* von Dan Winters.

Für einen Street- und Dokumtarfotografen ist jeder Ort auf der Welt spannend.

Kamera, Objektiv, Ersatz-Akkus oder Ersatz-Filme – und eine Wasserflasche.

„Istanbul“* von Bosse.

 

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Google Maps und SnapSeed.

Meine Kamera.

Portrait von Street Photographer Marco Larousse – Co-Autor von "Streetfotografie Made In Germany"

Das erste Mal in Berührung mit der Fotografie kam Marco Larousse im Alter von fünf Jahren: In einer Wundertüte steckte eine Plastik-Kamera. Die Leidenschaft fürs Bildermachen war früh geweckt – und hat ihn bis heute nicht wieder losgelassen.

 

Seine Erfahrung teilt er in Workshops, Einzelcoachings, Artikeln und als Juror auf internationalen Foto-Festivals.

An der Fotografie fasziniert ihn die Möglichkeit, mit einem einzigen Bild eine Geschichte zu erzählen.

Orte, Menschen und Momente: In dem Buch „Streetfotografie made in Germany“* geben zehn der renommiertesten deutschen Vertreter dieses Genres Einblick in ihr Werk. Marco Larousse ist einer davon.

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Hier kannst du in die Folge mit Marco Larousse reinhören.

„German Street Photography Festival“

Premiere mit viel Applaus

Die Streetfotografie hat eine über 100-jährige Tradition. Entscheidend geprägt wurde sie von Meistern wie Henri Cartier-Bresson, Garry Winogrand, Vivian Maier oder Bruce Gilden. In Deutschland spielt das Genre allerdings eher eine Schattenrolle. Um das zu ändern, haben Marco Larousse, Martin U Waltz und Siegfried Hansen mit dem „German Street Photography Festival“ eine Bühne geschaffen, die für mehr Akzeptanz und Wahrnehmung sorgen soll. Außerdem steht der Netzwerkgedanke ganz vorne.

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Hallo, ich bin Kai. Journalist aus Hamburg – vor allem aber leidenschaftlicher Reisender und Fotograf. Um beide Themen geht es auf GATE7.

 

Ich möchte dir zeigen, wie du mit deiner Lust am Fotografieren abhebst, tief in fremde Kulturen eintauchst, Land und Leute kennenlernst – um am Ende ganz bei dir zu landen. Entdecke die emotionale Seite der Fotografie und mache unterwegs Bilder, die dir wirklich etwas bedeuten.

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