Jan Kerschner

Ausflug ins Ohratal im Thüringer Wald

"Dieser See ist mein persönlicher Ort für fotografische Experimente. Das macht ihn für mich so besonders. Ich finde, jeder sollte sich als Anfänger einen solchen Ort suchen. Ein Ort den er gerne besucht und welcher sich ständig verändert – und an dem man seine Sinne immer wieder schärfen kann."

Jan Kerschner

Wie gut kennst du die Umgebung vor deiner Haustür? Was sind deine Kraftorte, die dich auch fotografisch inspirieren? Melde dich gerne und stelle diese Ecken vor. So wie Jan Kerschner, der vom Ohratal berichtet.

Was war der schönste oder eindrucksvollste Ort, an dem du bisher fotografiert hast?

„Richtig fotografiere ich seit drei Jahren, also noch gar nicht so lange. In diesen Jahren ist mir ein Ort besonders in Erinnerung geblieben. In der Nähe von Luisenthal liegt das Ohratal. Mitten im Thüringer Wald.

 

Wir haben uns an einem Sonntag kurzfristig entschieden, dort mit dem Rad umherzufahren. So habe ich erste Eindrücke gewinnen können. Dieses Gebiet ist sehr unberührt und unverständlicherweise kaum bekannt. Umgeben von Felsen befindet sich eine Talsperre inmitten eines Naturschutzgebietes.

 

Dieses wiederum ist umgeben von Wäldern, Bächen und Seen. Also ein Erlebnis für jeden Natur- und Landschaftsfotografen. Ich war von dieser Gegend so angetan, dass ich mir in der folgenden Woche einen Tag frei nahm, um dort zu fotografieren. Ziel war es, den Sonnenaufgang einzufangen. Also ging es früh raus. Noch in der Dunkelheit habe ich meine Tour, diesmal zu Fuß, begonnen.

 

Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit. Der Himmel war teils stark bewölkt und die Sonne nicht zu erblicken. Dies änderte jedoch nur die Herausforderung. Denn fotografieren wollte ich trotzdem. Am Vormittag erblickte ich ein Motiv und machte eine Langzeitbelichtung vom Himmel. Ebenso wollte ich eine Aufnahme mit glatter Wasseroberfläche haben. In den acht Stunden meiner Wanderung sind noch viele weitere Aufnahmen entstanden. Am Ende sogar noch einige mit etwas Sonnenschein.

 

Ein sehr ruhiger Spot, um Natur zur fotografieren. Auf meiner Wanderung traf ich übrigens nur einen weiteren Menschen – einen Fotografen. Für meine Bilder nutzte ich an diesem Tag meine Sony A6000 mit dem Kit-Objektiv. Für die Langzeitbelichtung hatte ich einen Polfilter sowie einen ND-Filter dabei. Ich fotografierte bei allen Aufnahmen sehr weitwinklig. Die Belichtungszeit im Beispielbild lag bei etwa 83 Sekunden.“

 

Was ist dein Lieblingsort in der Nähe deines Heimatortes?

„Nur etwa sechs Kilometer von mir entfernt gibt es die Breitunger Seen. Dieser Ort ist für mich sehr schnell zu erreichen, was ihn immer wieder zu einem lohnenden Motiv macht. Und zu einem Ort, um sich mit Fotografie allgemein zu beschäftigen.

 

An diesem See hat meine Landschaftsfotografie begonnen. Hier habe ich meinen ersten ND-Filter ausprobiert. Meine ersten Polfilter auf die Objektive geschraubt. Mich mit Bildaufbau, Vorder- und Hintergrund beschäftigt.

 

Zu jeder Tages- und Nachtzeit ergeben sich hier unendlich viele Motive. Ja, richtig: auch zur Nachtzeit. Die Milchstraße ist hier, wenn die Wetterbedingungen es zulassen, gut zu fotografieren. Größere Städte sind weit genug entfernt. Die Lichtverschmutzung hält sich in Grenzen.

 

Dieser See ist mein persönlicher Ort für fotografische Experimente. Das macht ihn für mich so besonders. Ich finde, jeder sollte sich als Anfänger einen solchen Ort suchen. Ein Ort den er gerne besucht und welcher sich ständig verändert – und an dem man seine Sinne immer wieder schärfen kann.“

 

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Naturfotografie vor der eigenen Haustür

Viele Fotografen zieht es in die Ferne. Dabei muss man für schöne Motive oft gar nicht weit reisen. Das findet auch Radomir Jakubowski. In seinem neuen Buch „Workshop Naturfotografie“ gibt er Tipps, wie man magische Orte vor der eigenen Haustür entdeckt.

Hallo, ich bin Kai. Journalist aus Hamburg – vor allem aber leidenschaftlicher Reisender und Fotograf. Um beide Themen geht es auf GATE7.

 

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