Reportagefotografie

Nichts ist spannender, als die Wirklichkeit. In der Reportage erzählst du Geschichten, die das Leben schreibt. Dafür musst du nicht weit reisen oder dich in Krisengebieten Gefahren aussetzen. Packende Geschichten finden sich auch im Alltag.

Inhaltsverzeichnis

Das Wort „Reportage“ stammt von dem latinischen Verb „reportare“, das berichten oder melden bedeutet. Der Reporter begibt sich an Orte und erzählt stellvertretend, was er dort gesehen und erlebt hat. Das kann mit Worten, aber im Fall der Reportagefotografie auch mit Bildern passieren. In den Bericht mischen sich Fakten sowie persönliche Eindrücke und Empfindungen.

 

Um das Erlebte möglichst lebhaft wiederzugeben, bedient sich der Reporter den Elementen des Storytellings. In seiner klassischen Form ist das die Heldenreise.

 

„Nichts ist phantastischer als die Wirklichkeit.“ Egon Erwin Kisch

 

Ein Protagonist wird auf eine Mission geschickt. Anfangs sträubt er sich gegen den Auftrag und die damit verbundenen Gefahren. Doch irgendwann gibt er nach – es gibt kein Zurück mehr. Unterwegs muss er Prüfungen bestehen, bei denen ihm Mentoren schützend zur Seite stehen. Im finalen Akt gelingt es dem Helden, seine Berufung zu erfüllen. Gestärkt und mit neuem Wissen ausgestattet kehrt er als neuer Mensch zurück.

 

Dieser Aufbau einer packenden Geschichte liegt jedem Hollywood-Blockbuster zu Grunde. Die Heldenreise ist eine Formel, die seit Jahrtausenden funktioniert. Die Mythen der Welt folgen alle diesem Erfolgsrezept. Das Buch „Der Heros in tausend Gestalten“ von Joseph Campbell* beschreibt das hervorragend und ist eine Pflichtlektüre für alle Storyteller.

Reportagefotografie – was ist das? Alle wichtigen Fakten auf einen Blick

Bei dem Begriff Reportagefotografie denkt man häufig an exostische Länder oder Krisenregionen. Die großen Themen und diejenigen, die davon berichten, dominieren die Schlagzeilen. Aber das ist nur ein Aspekt. Reportagefotografie findet nicht nur unter Gefahr an entfernten Orten statt. Auch vor der eigenen Haustür warten Geschichten darauf, erzählt zu werden. Erfahre, wie du sie erkennst und umsetzt.

Ziel einer Reportage ist es, jemandem, der nicht dabei war, einen möglichst lebhaften Bericht von einem Ereignis zu liefern. Der Rezipient sollte sich in die Situation hineinversetzen können. Im besten Fall schafft es eine Foto-Reportage, nicht nur visuell stimulierend zu sein, sondern auch andere Sinneseindrücke zu wecken.

 

Wikipedia definiert Reportage wie folgt:

 

"Dem Reporter ist es – im Gegensatz zum Verfasser von Nachrichten oder Berichten – erlaubt, Fakten durch eigene Eindrücke zu ergänzen, die er – oft bei Anwesenheit am Ort des Geschehens – gesammelt hat. Idealerweise erzählt er, ohne dabei zu werten oder zu kommentieren, auch nicht durch Weglassen. Er beschränkt sich auf eine narrative Funktion."

Die Frage, welche Kamera für die Reportagefotografie am besten ist, ist nicht ganz einfach zu beantworten. Es hängt davon ab, wo und mit welchen Zielen du fotografierst.

 

Grundsätzlich gilt aber, dass du bei der Wahl deiner Ausrüstung für die Reportagefotografie darauf achten solltest, dass du wendig und flexibel bist. Wie in der Street Photography passiert auch in der Reportage alles sehr schnell und du musst spontan Entscheidungen treffen.

 

Um möglichst mobil zu bleiben, sind kleine, kompakte und robuste Kameras zu verwenden. Die Fujifilm X-Serie* zum Beispiel mit einer 23mm-Festbrennweite (F2) ist eine hervorragende Reportage-Kamera.

Auch hier gilt wie für die Kamera: Je kleiner und unauffälliger, desto besser. Die meisten Reportagefotografen setzen auf lichtstarke Festbrennweiten im Weitwinkelbereich von 23mm bis 35mm. Du bist dadurch gezwungen, nah an deine Motive heranzugehen. Das wiederum wird sich in der Qualität deiner Bilder zeigen.

 

Wie sagte schon der legendäre Mitgründer der legendären Fotoagentur Magnum, Robert Cappa: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran."

Es gibt in der Reportage eine große Vielfalt in der Themen- und Erzählform. Die Grenzen sind dabei oft fließend. 

 

Erzählstruktur: Am einfachsten ist ein zeitlich linearer Verlauf mit klar definierten Abschnitten – Anfang, Mitte und Ende.

 

Michael Freeman listet in seinem Buch "Die fotografische Story"* folgende acht Reportage-Arten auf:

 

  1. Menschen
  2. Ort
  3. “Making of”
  4. Güter / Rohstoffe
  5. Aktivität
  6. Sammlung
  7. Institutionen / Organisationen / Verbände 
  8. Konzept

Reportagefotografen: Erfahrene Profis geben Tipps aus ihrer Praxis

Die Anforderungen an einen guten Reportagefotografen sind vielfältig. Die Kamera zu beherrschen und ein Gefühl für Bildwirkung zu haben, sind dabei der Anfang.

Weinert Brothers: Fotojournalismus einer neuen Generation (Teil 1)

Sie sind mutig, authentisch und berichten mit Empathie über soziale Ungerechtigkeiten weltweit: Dennis und Patrick Weinert zeigen, wie auch Subjektivität seine Berechtigung in einer modernen Form des Fotojournalismus hat. In diesem Interview erzählen die „Weinert Brothers“ von ihrem Weg aus Rheda-Wiedenbrück hinaus zu den Konflikherden dieser Welt.

Weinert Brothers: Fotojournalismus einer neuen Generation (Teil 2)

Resilienz: Widerstandskraft in Extremsituationen. Im zweiten Teil des Interwiews sprechen die „Weinert Brothers“ über ihr neues Buch, dass zeigt, wie robust Menschen selbst angesichts der größten Tragödien ihr Schicksal meistern. Außerdem sprechen wir darüber, wie die beiden Fotojournalisten das Leid und Elend verarbeiten, mit dem sie bei ihrer Arbeit an weltweiten Konflikherden regelmäßig konfrontiert werden.

Philipp Reinhard: Reportage – oder wie Emotion in deine Fotografie kommt

Im zweiten Teil des Interviews mit Philipp Reinhard geht es um das Thema „Reportage“. Du erfährst, worauf du beim Aufbau einer Fotostrecke beachten solltest. Anhand von konkreten Beispielen wie seiner Kuba-Reise oder die Arbeit als Teamfotograf von Basketball-Bundesligist HAKRO Merlins Crailsheim wie er packende Geschichten in Bildern erzählt.

Philipp Reinhard: Intensiv, nah, ehrlich – Fotografie mit dem Blick für das Wesentliche

Teamfotograf der deutschen Fußball-Nationalelf. Philipp Reinhard hat das geschafft, wovon viele träumen. Doch wie war der Weg dorthin? Philipp verrät in diesem Gespräch, wie er seinen Stil entwickelt hat und welche Rolle Persönlichkeit sowie Zufall für den Erfolg als Fotograf spielen. Am Beispiel seiner New York-Reise erzählt er zudem, warum Limitation oft zu mehr Kreativität in der Reportage führen. Zum Artikel

Philipp Reinhard: Kolumbien – Auf Reportage-Reise in besonderer Mission

Mit Energie, Begeisterung und einer großen Portion Eigeninitiative hat es Philipp Reinhard weit gebracht. Seine Reise nach Kolumbien ist ein perfekter Beleg dafür, wohin einem die Leidenschaft für die Reportagefotografie führen kann. Zum Artikel

York Hovest: Und dann fragte der Dalai Lama: „Warum nicht?“

Vom Model zum investigativen Fotografen: York Hovest setzt sich in seinen Projekten für den Schutz bedrohter Kulturen und der Umwelt ein. Auslöser für seinen Karrierewechsel war ein Treffen mit dem Dalai Lama. In seinem aktuellen Projekt „Helden der Meere“ dokumentiert der National Geographic Fotograf Menschen, die sich für die Rettung der Ozeane engagieren.

Israel: Zwei Fotografen, zwei unterschiedliche Perspektiven

Israel zu verstehen, ist nahezu unmöglich. Das kleine Land im Nahen Osten verwirrt und fasziniert zugleich. Sabine Kneidinger und Frank Niedertubbesing sind aufgebrochen, um mit offenem Geist zu beobachten, anstatt zu werten. Fern von einer politisch-moralischen Ebene haben sie ihre ganz persönliche Sichtweise auf Israel in Fotos festgehalten und in einem bemerkenswerten Buch zusammengestellt.

Thomas B. Jones: Reportagefotografie Workshop in Israel

Wie erzähle ich mit Bildern eine packende Geschichte? Um eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, nahm Thomas B. Jones an einem Reportagefotografie Workshop von Steffen Böttcher in Israel teil. In diesem Interview berichtet er, welche Erfahrungen er in diesem, von Konflikten geprägten, Land gemacht hat. Und er verrät, was er über fotografisches Storytelling gelernt hat.

Gulliver Theis: Reise durch den wilden Kaukasus

Der Kaukasus: Eine raue Region am Rande Europas, die immer wieder erschüttert wird von Konflikten. Aber sie bezaubert auch mit schroffer Natur und herzlichen Menschen. Gulliver Theis und Stephan Orth haben sich aufgemacht, die schönsten Ziele zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer zu erkunden. In diesem Interview berichten der Fotograf und der Autor von ihren Erlebnissen in dieser weithin unentdeckten Region. 

Gulliver Theis: "Man fängt jedes Mal wieder bei Null an"

In diesem Interview spreche ich mit dem Hamburger Fotojournalisten und Reisefotografen Gulliver Theis darüber, was gute Reisefotos ausmacht. Außerdem erzählt Gulliver, wie er seinen eigenen Stil gefunden hat und verrät, warum er die Zukunft von Berufsfotografen eher düster sieht. Zum Artikel

Tobias Löhr: Reportagefotografie auf Reisen

Tobias Löhr ist ein begeisterter Reisefotograf. Statt besondere Momente in Einzelbildern einzufangen, widmet er sich unterwegs auch häufig speziellen Themen in Form von Reportagen – wie über die Kushti-Ringer im indischen Kalkutta. Darüber berichtet Tobias in diesem Interview.

Tobias Löhr: Familie und Freunde: Authentische Reportagen im privaten Umfeld

Die schönsten Motive malt das wahre Leben: Sie einzufangen, gelingt Tobias Löhr immer wieder meisterhaft. Seine Familienreportagen sind voll Gefühl und Intimität. Wie ihm das gelingt, verrät Tobias in diesem Interview. Zum Artikel

Fritz Schumann: Bei den Bergmönchen in Nordjapan

Fotojournalist Fritz Schumann ist ein ausgewiesener Japan-Experte: In Nordjapan besuchte er die Yamabushi, die dort eine einst verbotene uralte Religion praktizieren. Obwohl ihre Traditionen heute bedroht sind, ermöglichen sie den Bergmönchen ein alternatives Leben in der Gesellschaft.

Christof Wolf: In den Magroven-Wäldern bei den Bewohnern von Dhangmari

Authentische und ehrliche Bilder, die den Charakter eines Ortes und seiner Menschen widerspiegeln: Das ist der Anspruch, den Christof Wolf an seine Arbeit als Reportagefotograf stellt. Für sein aktuelles Projekt machte er sich Anfang 2018 auf zu den Bewohnern von Dhangmari in Bangladesch. Er entdeckte einen magischen Ort, den es so aber wahrscheinlich nicht mehr lange gibt.

Thorsten Rother: Die Idee der Fotografie

Thorsten Rother polarisiert. Über fast zwei Jahrzehnte gehörte er zu den Top-Werbefotografen in Deutschland. Doch statt weiter im Konzert der Großen mitzuspielen, kehrte er der Branche den Rücken. Seine Kritik an den Bedingungen für professionelle Fotografen sorgte für großes Aufsehen. Bereut hat Thorsten seine Entscheidung nicht. Als Visual Storyteller genießt er heute seine kreative Freiheit. Zuletzt startete einen Podcast. Der Titel: „Die Idee der Fotografie“. In der ersten Staffel nimmt er den Hörer mit auf seine Reise nach Japan.

Felix Dorn: Faszination Puna – Storytelling in Argentiniens Norden

Felix Dorn studiert Geographie und ist leidenschaftlicher Fotograf. Für die Recherchen zu seiner Doktoarbeit über den Abbau von Lithium und dessen Folgen reiste er mehrfach in den Nordwesten von Argentinien. Die Kamera war immer mit dabei. Neben seiner akademischen Arbeit feilte Felix an seinen Fähigkeiten als visueller Storyteller.

Jason Koxvold: „KNIVES“ – Left Behind In Rural America

In his long-term project „KNIVES“ documentary photographer Jason Koxvold explores the impact of the closure of the Schrade knife factory on the people in a rural town called Wawarsing (New York). It’s a blueprint of what happens on a larger scale not just in the US but in a globalized world when production is moved to countries where labour is cheaper and people feel left behind.

Kai Behrmann: Abenteuer Selbständigkeit: Von der Tribüne auf die Straße

Als Reporter über die Fußball-Bundesliga berichten: Von diesem Job träumen viele. Für mich war das in den vergangenen Jahren Alltag. Nun ist Schluss damit. Von der Tribüne geht es auf die Straße. Was genau das bedeutet und wie es dazu kam, verrate ich in diesem Blick hinter die Kulissen von GATE7.

Kai Behrmann: Abenteuer Fotojournalismus: Erfahrung aus der Praxis in Südamerika

Blick hinter die Kulissen. In dieser Podcastfolge sind die Rollen vertauscht. Ich war zu Gast bei Michael Omori Kirchner in seiner Show „Echtes Marketing“ und habe mit ihm über meine Zeit als Fotojournalist in Südamerika gesprochen. Zum Artikel

Kai Behrmann: Im „Fotoschnack“ bei Patrick Ludolph und Gunther Wegner

Heute gibt es eine Folge mit vertauschten Rollen: Nicht ich stelle diesmal die Fragen, sondern Patrick Ludolph und Gunther Wegner. In ihrer Sendung „Fotoschnack“ spreche ich mit den beiden über meine Arbeit als Fotojournalist in Südamerika sowie über Kreativität in der Reisefotografie. Zum Artikel

Entdecke Buenos Aires mit der Kamera

Du hast Lust, Buenos Aires fotografisch zu entdecken? Dann bist du hier genau richtig.

 

Von 2009 bis 2013 war ich am Rio de la Plata zuhause. In dieser Zeit habe ich nicht nur die bekanntesten touristischen Seiten von Buenos Aires kennengelernt, sondern auch viele Ecken entdeckt, die abseits der berühmtesten Sehenswürdigkeiten liegen und wohin sich Touristen normalerweise nicht verirren.

 

Genau diesen Blick hinter die Kulissen der argentinische Hauptstadt möchte ich dir vermitteln. Alle Informationen über den Street Photography Workshop Buenos Aires oder individuelle Fotowalks.

Reportagefotografie Tipps

Leica M6 – eine gute Reportagekamera.

Kenne deine Kamera

Die eigene Ausrüstung auf dem Effeff zu beherrschen gilt für alle Genres in der Fotografie. Weil in der Reportage allerdings alles sowohl schnell als auch größtenteils unvorhersehbar passiert, ist das Beherrschen der Kamera noch fundamentaler. Zeitgeschichte passiert in Echtzeit, eine zweite Chance gibt es nicht.

Soziale Kompetenz

Für gute Geschichten ist der Zugang zu Menschen entscheidend. Um Vertrauen zu den Protagonisten zu gewinnen, braucht es viel Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit.

Soziale Kompetenz ist in der Reportagefotografie wichtig.
Fotojournalismus

Sei mutig – aber nicht leichtsinnig

Für gute Geschichten muss man oftmals auch dorthin gehen, wo es etwas ungemütlich werden kann – sprich raus aus der Komfortzone. Das bedeutet aber nicht, dass du dich in Gefahr begeben solltest. Informiere dich immer gut über die Orte und die Umstände, in die du dich begibst.

Folge deiner Neugier

Was bewegt und interessiert dich? Folge in der Reportagefotografie deiner eigenen Neugier. Sie wird dich zu den besten Geschichten führen. Und vor allem zu solchen, die du mit Begeisterung erzählen möchtest.

Was bewegt und interessiert dich? Folge in der Reportagefotografie deiner eigenen Neugier.
Sei ein aufmerksamer Beobachter: Nehme Details wahr und setze sie visuell um.

Beobachte deine Umgebung aufmerksam

Sei ein aufmerksamer Beobachter: Nehme Details wahr und setze sie visuell um. Je intensiver du das spürst, was du fotografieren möchtest, desto stärker werden auch deine Fotos werden.

Die besten Reportagefotografie Bücher, die dir helfen, ein besserer visueller Storyteller zu werden.

Reportagefotografie: Die besten Bücher, von denen du lernen kannst

Reportagefotografie lernt man am besten in der Praxis. Dennoch lohnt es immer, sich auch mal in die Theorie zu vertiefen.

Fotojournalist Michael Freeman führt anhand von Beispielen aus seiner Arbeit für renommierte Magazine wie National Geographic oder Stern in das Thema Storytelling ein. Das Buch liefert einen hervorragenden Einstieg in die Geschichte der Reportagefotografie und erklärt verständlich, wie man Themen findet, recherchiert und visuell umsetzt.

So unterschiedlich Geschichten auf den ersten Blick auch erscheinen mögen – oft folgen sie den gleichen Mustern, wie z.B. der Heldenreise. Wer sich mit Storytelling beschäftigt, sollte Joseph Campbells Klassiker lesen. „Der Heros in tausend Gestalten“ ist ein Standardwerk der Mythenforschung – über die Helden der Geschichte und deren Bedeutung.

David duChemin zeigt in seinem Buch, wie gefühlvolle Fotografien entstehen, und welche Qualitäten der Fotograf dafür entwickeln sollte. Jenseits des Handwerklichen spielen dabei Begriffe wie Konzept, Disziplin, Achtsamkeit, aber auch Empathie und Authentizität die entscheidende Rolle. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist „Das Herz der Fotografie“.

Das Geschichtenerzählen ist ein Geschenk für Fotografen, mit dem Charaktere, Ereignisse, Orte und Themen zu etwas zusammengewoben werden können, das größer ist als die Summe seiner Teile. Es gibt ebenso viele Geschichten zu erzählen wie Bilder, aber es gibt auch bewährte Methoden, mit denen man seine Fotografie verbessern und den Workflow optimieren kann.

Reportagefotografie im Ohr: Podcastfolgen über die Kunst des Storytellings

Joerg Lehmann: „Fotografie ist für mich eine Entdeckungsreise“

Angefangen hat Joerg Lehmann da, wo er eigentlich nicht hinwollte – in der Modefotografie. Letztlich landete er aber doch bei den Themen, die ihn wirklich faszinieren: Food und Reportage. Für die Zeitschrift Max hat er über elf Jahre lang Portraits von internationalen Metropolen erstellt. Zudem hat er rund 70 Kochbücher mit Gerichten aus aller Welt veröffentlicht. Ein Gespräch über das Reisen mit der Kamera und was die Küche eines Landes über dessen Kultur verrät.

Zum Artikel

Podcast

GATE7-Podcast abonnieren

Jeden Sonntag erscheint eine neue Folge mit spannenden Gesprächen über die Themen Fernweh und Fotografie. Abonniere den Podcast und du bleibe immer automatisch auf dem Laufenden.

 

Hier kannst du in die Folge mit Philipp Reinhard reinhören, der von seiner Herangehensweise an die Reportagefotografie berichtet.

Die besten Dokumentationen über Reportagefotografen

Auf YouTube, Netflix oder Amazon Prime finden sich jede Menge hochwertige Inhalte, um sich seinen eigenen „Lehrplan“ in Sachen Reportagefotografie zusammenzustellen.

Auf Netflix gibt es viele Dokumentationen über Reportagefotografie.

"The many lives of William Klein"

Eine hinreißende Dokumentation über einen der Pioniere der Street Photography, der später auch in der Mode- und Magazinfotografie seine Spuren hinterlassen hat. Ein charakterstarker Mann, der sich immer wieder neu erfunden hat und unbeirrt seinen eigenen Weg gegangen ist.

Das Leben des Walter Mitty

Walter Mitty (Ben Stiller) arbeitet im Fotoarchiv der Zeitschrift Life! Er ist ein Einzelgänger, der sich, um seinem grauen Alltag zu entfliehen, in heldenhaften und romantischen Tagträumen verliert. Eines Tages begibt er sich selbst auf eine Reise ans andere Ende der Welt, die für ihn zu einem Abenteuer wird.

Vortrag von Joel Meyerowitz

Mitreißender Auftritt beim Fotofestival in Arles 2017: Joel Meyerowitz teilt mit Humor und Beispielen sein Wissen als einer der besten visuellen Geschichtenerzähler. Ohne ein Wort über ISO, Blende oder Belichtungszeit zu verlieren, erklärt er, wie man zu einer eigenen Bildsprache findet und was packende Bilder ausmacht.

Henri Cartier-Bresson

Der Name Henri Cartier-Bresson ist für immer mit dem Begriff „der entscheidende Moment“ verbunden. Es ist dieser besondere Moment, in dem alle Motive innerhalb eines Rahmens in perfekter Harmonie und Geometrie vereint sind. Henri Cartier-Bresson war ein Meister darin, genau diesen Moment zu nutzen.

Genres in der Fotografie

Nicht nur die Reportagefotografie spielt eine große Rolle auf GATE7. Auch zur Street Photography, Reisefotografie oder Landchaftsfotografie findest du viele spannende Beiträge.

Komm in die GATE7-Community

Seit Ende 2016 erscheint jeden Sonntag eine neue GATE7-Folge. Es ist dein Podcast für Fernweh und Freude an der Fotografie. Zusammen mit dir möchte ich das Projekt voranbringen und stetig verbessern. Komm in die kostenlose GATE7-Gruppe auf Discord

Hallo, ich bin Kai. Journalist aus Hamburg – vor allem aber leidenschaftlicher Reisender und Fotograf. Um beide Themen geht es auf GATE7.

 

Ich möchte dir zeigen, wie du mit deiner Lust am Fotografieren abhebst, tief in fremde Kulturen eintauchst, Land und Leute kennenlernst – um am Ende ganz bei dir zu landen. Entdecke die emotionale Seite der Fotografie und mache unterwegs Bilder, die dir wirklich etwas bedeuten.

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